Julie's Bookhismus

Korrektorat | Rezensionen



Kasi Kauz - Oliver Wnuk


... und die komische Krähe

Ein Buch über Akzeptanz für Kinder

Wie oft haben wir selbst schon die Erfahrung machen müssen oder wurden in unserer Kindheit damit konfrontiert. VORVERURTEILUNG! Kenn ich nicht, mag ich nicht! Sieht komisch aus, muss also doof sein! Du hast keine schönen Klamotten, dich find ich blöd. Auch heute haben wir noch mit diesem Denken zu tun, was uns als Kinder "unbewusst" antrainiert wurde. ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: "Unsere Eltern wussten es nicht besser". Ob das so war, weiß ich nicht, aber das lass ich jetzt mal so im Raum stehen.

Jedenfalls haben wir hier Kasi Kauz, der neugierig und offen für Neues ist und dann noch seine Nachbarschaft, die den Neuankömmling erst schräg anschauen und dann für ANDERS erklären. Da ANDERS aber doof und gefährlich sein kann und man die "komische Krähe" auch nicht versteht, wenden sich alle direkt ab und meiden ihn, wollen ihn gar verscheuchen.

Doch nicht mit Kasi! Er zeigt den Kindern und auch uns Erwachsenen, wie wir es besser machen können. Wirklich toll gemacht und es braucht viel mehr solcher Bücher und auch Einsichten, dass eben nicht alles, was man nicht kennt oder neu ist, gleich doof ist. "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" hieß es früher. Doch wie kann ich etwas beurteilen, wenn ich es nicht kenne oder wenigstens probiert habe? Oder wie seht ihr das?


... und der Radau am Biberbau

Kasi Kauz vermittelt

Schon vom ersten Band waren wir begeistert und haben uns direkt auf den Zweiten gestürzt. Eine wundervolle Geschichte, die uns und unseren Kindern zeigt, dass man immer zusammenarbeiten sollte, egal, woher man kommt oder worin man sich unterscheidet.

Außerdem lernen wir, dass man nur Freunde findet, wenn man auch höflich ist. „Wie es in den Wald rein ruft, so schallt es auch heraus!“

Wieder ein Buch, das heute besonders wichtig ist. In einer Ich-Gesellschaft brauchen wir viel mehr solcher Geschichten, die unseren Kindern schon von Kleinauf beibringen, dass auch andere wichtig sind.